Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

seit einigen Jahren wird über das Für und Wider eines einheitlichen internationalen Standards für die Rechnungslegung mittelständischer Unternehmen in Europa diskutiert. Das IASB hat vor etwa einem Jahr den IFRS for SMEs verabschiedet. Damit soll im Prinzip ein Standard für börsennotierte Konzerne auf Unternehmen übertragen werden, die ihren Jahresabschluss nicht für Aktienkäufer, sondern für Banken, Geschäftspartner oder das Finanzamt erstellen. Der DGRV und viele weitere mittelständische Interessenvertreter lehnen deshalb den IFRS for SMEs ab. Im Auftrag des DGRV ist eine empirisch fundierte wissenschaftliche Studie erstellt worden, die den Nutzen eines solchen „Standards für alle“ überprüft. Die Ergebnisse werden in dieser Ausgabe vorgestellt. Steuerrecht ist ein wesentlicher Bestandteil des Ordnungsrahmens einer Volkswirtschaft. Unternehmer und Privatpersonen müssen diesen Regeln vertrauen können. In einem Beitrag aus der Abteilung Steuerberatung des DGRV wird erörtert, wie wichtig verlässliches Steuerrecht gerade in Zeiten von Finanzkrise und großen Haushaltsdefiziten ist. Bei einigen genossenschaftlichen Unternehmen stellt sich die Frage, wie zusätzlicher Kapitalbedarf über organisierte Märkte befriedigt werden kann. Dabei gibt es grundsätzlich auch die Möglichkeit, den genossenschaftlichen Eigentümerkreis zu erweitern. In einem Gastbeitrag der Universität Wien wird über die Potenziale eines genossenschaftlichen Investmentfonds informiert.

Weitere Informationen erhalten Sie wie gewohnt unter
www.perspektivepraxis.de

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre -Redaktion

3 | 2010